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Die schlechten Ernten vom letzten Jahr sowie die Kämpfe zwischen den Tuareg-Rebellen und dem Militär im Norden Malis zwangen die Bewohner, in die Nachbarstaaten zu flüchten. Seit Monaten greifen die Rebellen und bewaffnete Gruppen ganze Dörfer an, zerstören und plündern sie.
Die malischen Flüchtlinge haben sich in Niger, in den Regionen Tillaberi, Ouallam und Filingué nieder gelassen.

ADRA ist in Ayorou aktiv und hilft den fast 4'500 Flüchtlingen, vor allem Waisenkindern und Frauen, im Lager. Die Lebens- und die Hygienebedingungen sind erbärmlich. Wasser ist hier kaum vorhanden und die Menschen gehen mit Eimern auf die Suche. Das Fehlen von sanitärer Infrastruktur und der Mangel an Hygiene begünstigen die Ausbreitung von Krankheiten wie der Cholera.
Mit der Eroberung von Malis Norden durch die Rebellen verschlimmert sich die Situation und die Anzahl von Flüchtlingen nimmt zu.
ADRA Schweiz und das ADRA Netzwerk helfen 4‘500 Flüchtlingen mit einem Hygiene- und Wasser-Projekt:
So können Sie helfen:
Mit CHF 100 Wasser für 10 Personen während mehrerer Monate
Mit CHF 100 eine Latrine für eine Familie
Mit CHF 60 ein Hygiene-Paket für eine Familie
ADRA Schweiz hat bereits 20‘000 Franken für dieses Projekt frei gegeben. Ein weiteres Projekt für die Ernährungssicherheit in der Region Tahoua wird vorbereitet.
Unterstützen Sie unsere Projekte über das Postcheckkonto: PC 80-26526-3 mit Vermerk „Krise Sahel"
Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre Grosszügigkeit und das Vertrauen!
Der Bezirk Percin in Petit-Goâve vibriert vor Freude. Soeben nahmen die Fischer ihre ersten neuen Boote in Empfang, nach einigen Monaten des Wartens.
Insgesamt erhält das Fischerdorf elf neue Boote. Das ist ein Bestandteil des Projektes für die technische Unterstützung von Fischerfamilien in Petit-Goâve. Die alten Boote werden ersetzt, weil sie alt oder durch das Erdbeben vom 10. Januar 2010 beschädigt wurden. Einige Fischer lernen diese Boote mit einer neuen Technik zu bauen. So kann die Wartung und Reparatur der Boote sichergestellt werden. Die Boote sind ausserdem mit einem 8 PS Motor ausgestattet, damit weiter entfernte Fanggebiete schneller erreicht werden können.
Die Boote tragen dazu bei, dass der Fischertrag und somit auch das unterdurchschnittliche Einkommen erhöht werden.
Der Lausanner Lehrer Pierre-André Jacquet, 51, ist am 2. März in Chiang Mai, Thailand angekommen. Er wird zwei Monate lang im ADRA-Projekt „Keep Girls Save" seine Kenntnisse an junge Lehrer in diesem Projekt vermitteln.
Seit 1993 unterrichtet er Französisch und Latein am Gymnasium in Lausanne und ist noch immer begeistert von seinem Beruf. Er ist Vater dreier Jugendlicher und kümmert sich in seiner Freizeit um seinen Garten und spielt ausserdem Klavier.
Vor seinem Abflug durften wir ihm einige Fragen stellen:
Die Lehrer aus dem Kanton Waadt bekommen die Möglichkeit für eine sechsmonatige Auszeit, die jedoch stark geregelt ist. Mein Projekt mit ADRA hat die Kommission überzeugt und so habe ich auch die Unterstützung der Schulleitung erhalten.
Zum jetzigen Zeitpunkt meiner Karriere habe ich das Bedürfnis, eine andere Realität kennen zu lernen. Ich bin überzeugt, dass eine solche Erfahrung sehr bereichernd ist und dass meine SchülerInnen und auch meine Familie davon profitieren werden.
Leider hatte ich bisher noch nie die Gelegenheit, einen Freiwilligeneinsatz zu leisten. Während unseren zahlreichen Reisen haben meine Frau und ich dieses Thema jedoch immer wieder angesprochen und uns überlegt, wie wir in einem Projekt aktiv werden könnten. Unsere Arbeitsverhältnisse und die Familie hielten uns aber bis heute davon ab. Durch unsere Kinder konnten wir schliesslich Erfahrungen aus „zweiter Hand" miterleben. Unsere Tochter absolvierte letztes Jahr einen 3-wöchigen ADRA Einsatz in Haiti und erzählte uns begeistert davon. Ausserdem engagieren wir uns seit 2003 aktiv in der Betreuung junger afrikanischer Flüchtlinge in der Schweiz.
Auch wenn ich schon lange unterrichte, reflektiere ich jeden Tag meine Lehrtätigkeit. Nun werde ich das erste Mal in meinem Leben junge Lehrpersonen in allgemeiner und Englischdidaktik unterrichten - in einer neuen Kultur und mit nur begrenzten Ressourcen. Ich fühle mich wieder an den Anfang meiner Karriere versetzt mit all den Ängsten und den Unsicherheiten: Wird die Botschaft ankommen? Werde ich ihre Erwartungen erfüllen?
Aber trotzdem ist es eine Herausforderung auf die ich mich freue, und der ich mich gerne stelle. Zu meiner Vorbereitung habe ich in die Unterlagen meiner eigenen Ausbildung hervor geholt und viele Bücher zum Thema gelesen. Auch über Asiatische Kultur, wie Asiaten unterrichten und lernen, habe ich mich informiert.
Ich freue mich darauf, in eine ganz andere Wirklichkeit einzutauchen und dabei einen Einblick zu erhalten in die Arbeit von Entwicklungs-organisationen und den Problemen in dieser Welt. Ich freue mich auf Begegnungen mit Menschen aus einem mir fremden Land. Ich bin davon überzeugt, dass mein Aufenthalt in Thailand mir persönlich viele neue Perspektiven auf das Leben und menschliche Beziehungen ermöglichen wird. Auch meine Schüler zu Hause im Französischunterricht und in der Analyse von Literatur werden sicher davon profitieren können.