
Foto: Reuter/Morteza Nikoubazl
Das heftige Erdbeben am Sonntag 23. Oktober 2011, welches die Provinz Van nahe der iranischen Grenze erschütterte, verursachte besonders in der Stadt Ercis grosse Schäden und begrub viele Menschen mit sich. Bereits 523 Tote und 1650 Verletzte wurden gemeldet.
Unmittelbar nach dem Beben leistete ADRA in der Türkei Soforthilfe für die Katastrophenopfer. Lebensmittelpakete, Decken und weiteres Grundmaterial werden an die Betroffenen verteilt.
Ihre Spenden können Sie auf unser Konto PC 80-26526-3 mit dem Betreff "Erdbeben Türkei“ überweisen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Foto: ADRA Thailand - Freiwillige verteilen Nothilfepakete an Bedürftigte
Der heftige Monsunregen führte in der Nord- und Zentralregion von Thailand zu schweren Überschwemmungen. Ungefähr 2.6 Millionen Menschen sind durch diese Flut betroffen, welche bereits mehr als 270 Opfer gefordert sowie 1.2 Millionen Hektaren Ackerland beschädigt hat. Stark betroffen ist die Provinz Ayuttaya (90km nördlich von Bangkok), in welcher die drei Flüsse Maenam Chao Phraya, Pasak und Lopburi zusammenfliessen.
Das ADRA Netzwerk leistet in Thailand Soforthilfe und verteilt Nothilfepakete (Trinkwasser, Medizin und Grundnahrungsmittel) an Bedürftigte in Nakhon Luang und in den Teilbezirken von Nong Pling. Gegen 13'000 Menschen brauchen in dieser Region Nothilfe, weil sie durch die Flut von der Aussenwelt abgeschnitten wurden und mangelnden Zugang zu Trinkwasser und Grundnahrungsmittel haben.
ADRA Schweiz unterstützt das ADRA Netzwerk mit einem Beitrag von USD 10'000.
Foto: ADRA Japan - Freiwillige packen die Haushalts- und Hygieneartikel ein
Ende letzter Woche haben wir die gute Nachricht erhalten, dass die Glückskette das Projekt von ADRA Schweiz zusammen mit ADRA Japan unterstützt.
Nach dem enorm starken Erdbeben und den Tsunamiwellen im März dieses Jahres, wurden viele Heime von Japanern zerstört, so dass sie in Evakuationszentren Unterschlupf suchen mussten. Nun stellte die Regierung Japans vielen Familien temporäre Unterkünfte zur Verfügung. Jedoch wurden die Unterkünfte lediglich mit sechs Haushaltsgeräten ausgestattet. Kochgeschirr, Bettwäsche, Wasch- und Hygieneartikel und eine grundlegende Möblierung fehlte. Dank der finanziellen Unterstützung der Glückskette und ADRA Schweiz erhalten 1‘750 Haushalte in Yamamoto, Watari und Higashi die fehlenden Haushalts- und Hygieneartikel.
Die Projektkosten belaufen sich auf 1.4 Millionen Schweizer Franken.
Die Zukunft Somalias bleibt düster. Sechs Regionen wurden von den Vereinten Nationen zu Gebieten mit Hungersnot erklärt und die Anzahl der Menschen in Not ist von 350‘000 auf über 750‘000 angestiegen. Aufgrund aktueller Einschränkungen in der Erbringung humanitärer Hilfe in Somalia, befürchten humanitäre Akteure erhebliche Opfer in den kommenden Wochen und Monaten.
ADRA hat mit weiteren Hilfsorganisationen zu einem öffentlichen Appell aufgerufen, damit entscheidende Änderungen in der jetzigen Situation erfolgen. In der jetzigen Situation ist es ausschlaggebend, unsere Anstrengungen zu verstärken und den Menschen über die Politik zu stellen.
Der Brief wurde von 20 NROs unterzeichnet und betont die Notwendigkeit für einen konstruktiven Dialog. Die Unterzeichnenden fordern die verschiedenen Parteien des Konflikts auf, „sofort die Feindseligkeiten auf dem gesamten Gebiets Somalias zu beenden, der freie Verkehr für Hilfsgüter und der Hilfsbedürftigen zu ermöglichen und den verschiedenen Organisationen erlauben ihre Hilfe aufzustocken, sowohl in der Bereitstellung erfahrener Mitarbeiter als auch von Grundbedürfnissen wie Nahrung, Wasser und Medizin."
Die Unterzeichnenden des Briefes raten vom Einsatz militärischer Kräfte ab und erinnern daran, dass in der Vergangenheit militärische Interventionen viele Todesfälle verursacht haben und der Zugang zu humanitärer Hilfe vermindert wurde.
„Leben können durch aktiven Dialog gerettet werden und nicht aufgrund militärischer Aktionen. Wir begrüssen die jüngsten Erklärungen einiger Geberländer, welche darauf hinweisen, dass ein allumfassender Dialog möglich sowie notwendig ist und weitere Bemühungen diesbezüglich von allen Seiten erforderlich sind."
Mit dem Beginn der Regenzeit „Deyr", welche für Oktober 2011 prognostiziert wird, wird die Ausbreitung von Cholera, Masern und Malaria befürchtet. Vermehrte humanitärische Aktionen sind notwendig, um das Schlimmste zu verhindern. Wenn jedoch die derzeitigen Beschränkungen bestehen bleiben, werden Tausende von unterernährten Menschen keinen Zugang zu Hilfsleistungen haben.
ADRAs Bemühungen in Somalia erfolgen unter schwierigen Umständen. Dennoch leistet ADRA für die Somalische Bevölkerung, soweit es die Umstände zulassen, weiterhin Hilfe.