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ADRA Schweiz, Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe, fördert Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen. ADRA Schweiz ist eine vom Staat unabhängige, selbständige Organisation der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
Organisatorisch und juristisch ist ADRA Schweiz ein eigenständiger Verein, der durch den Vorstand geführt wird und seine Tätigkeit im Sinne von Art. 60 ff ZGB ausführt. ADRA Schweiz hat ihren Sitz in Zürich, ist im Handelsregister eingetragen und geniesst Steuerbefreiung.
ADRA Schweiz ist von der schweizerischen Fachstelle für Spenden sammelnde, gemeinnützige Institutionen (ZEWO), zertifiziert. Das ZEWO-Gütesiegel steht für den zweckbestimmten und transparenten Umgang mit Spenden.
ADRA Schweiz ist ein Partner-Hilfswerk der Glückskette: www.glueckskette.ch
ADRA hilft allen Menschen - unabhängig von ihrer politischen und religiösen Anschauung, ihrer ethnischen Herkunft oder ihrem Geschlecht. Das Handeln von ADRA ist ganzheitlich ausgerichtet und von christlichen Werten bestimmt:
ADRA fördert Projekte, die die Bedürfnisse der Menschen umfassend berücksichtigen. Die Zusammenarbeit ist geprägt von gegenseitigem Respekt, Lernen und Gleichberechtigung.
ADRA versteht die Entwicklungszusammenarbeit als Integrationsprozess, der bei den eigentlichen Ursachen der Armut beginnt und danach strebt, den Menschen in ihrem Umfeld die Möglichkeiten zur eigenen Existenzbewältigung zu schaffen.
Die Wurzeln der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe reichen bis ins Jahr 1890 zurück, als eine wohltätige Gesellschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den Slums von Chicago geholfen hat. Im Zusammenhang mit den beiden Weltkriegen und dem unermesslichen Elend, wuchsen die Hilfsorganisationen der Freikirche in vielen Ländern des Nordens.
Im Jahr 1942 wurde in der Schweiz das Adventwohlfahrtswerk gegründet. Seine hauptsächliche Tätigkeit innerhalb der Schweiz wurde 1987 durch die Gründung von ADRA Schweiz weitergeführt und mit internationaler Entwicklungszusammenarbeit ergänzt und ausgebaut.
In der Schweiz verwirklicht ADRA seine karitativen Ziele zusammen mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die in ca. 40 ADRA Ortsgruppen organisiert sind. In der Hilfe zur Selbsthilfe sieht ADRA Schweiz die Hauptaufgabe der christlichen Reaktion auf menschliche Not.
ADRA versucht zentrale christliche Werte durch Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit erfahrbar zu machen.
ADRA unterstützt Bevölkerungsgruppen durch Programme der Entwicklungszusammenarbeit, die partnerschaftlich geplant und umgesetzt werden.
ADRA steht Menschen sowohl in Krisen- als auch in lange andauernden, bedrückenden Situationen bei und erarbeitet mit den Betroffenen Langzeitlösungen.
ADRA arbeitet in gleichberechtigten Partnerschaften, um positive und nachhaltige Veränderungen in den Bevölkerungsgruppen zu erzielen.
ADRA fördert Netzwerke, die die Kapazitäten der einheimischen Bevölkerung, angepasste Technologien und Fähigkeiten auf allen Ebenen entwickeln helfen.
ADRA entwickelt und unterhält Beziehungen zu seinen Partnern, die wirksamen Austausch für gegenseitiges Wachsen und Handeln bieten.
ADRA fördert und erweitert die gleichberechtigte Mitbestimmung und Mitarbeit von Frauen in der Entwicklungszusammenarbeit.
ADRA setzt sich für den vermehrten Einbezug der Kenntnisse der lokalen Bevölkerung ein, damit sie die natürlichen Ressourcen ihrer Umwelt schonend und verantwortlich nutzen kann.
ADRA steht allen Kinder in ihren Rechten und Möglichkeiten bei, damit sie ihr volles Potential entwickeln können, und hilft mit, das Überleben der Kinder zu sichern, damit sie dieses Potential auch wirklich erreichen.
ADRA ist als ein weltweit arbeitendes Netzwerk von ca. 120 unabhängigen Länderbüros und 11 Regionalbüros organisiert, die in einem lockeren Verband, ADRA International (Sitz in Silver Spring, MD, USA) zusammengefasst sind. ADRA International hat begleitende und koordinierende Funktion ohne Weisungsbefugnis gegenüber den selbständigen und unabhängigen Landesbüros und wird nicht aus Mitteln der Länderorganisationen, sondern durch eigene Spendenwerbung finanziert.
ADRA International wurde seitens der Vereinten Nationen der "General Consultative Status" beim Rat der UNO für wirtschaftliche und soziale Fragen (ECOSOC) verliehen.
Das ADRA Netzwerk arbeitet in den Einsatzgebieten eng mit anderen Hilfswerken (NGO's) und UN-Organisationen zusammen, speziell mit dem Welternährungsprogramm (WFP), dem Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und dem Kinderhilfswerk (UNICEF).
Bei der Projektfindung und -durchführung arbeitet ADRA Schweiz vorwiegend mit ADRA Partnerorganisationen vor Ort zusammen und wählt die zu fördernden Projekte unabhängig von anderen Organisationen aus. Aufgaben der Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Spendenwerbung übernimmt ADRA Schweiz.
Um die Zusammenarbeit mit dem weltweiten Netzwerk adventistischer Hilfsorganisationen deutlich zu machen und um in der mehrsprachigen Schweiz nicht verschiedene Namen zu verwenden, wurde die internationale Abkürzung ADRA (Adventist Development and Relief Agency) übernommen.
In der Katastrophenhilfe koordiniert ADRA Schweiz seine Einsätze und Hilfsaktionen mit dem weltweiten ADRA Netzwerk. In Ländern ohne selbständige ADRA Partnerorganisation wird auf die lokalen Strukturen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zurückgegriffen. Auf diese Weise ist ADRA der Zugang zu 208 Ländern der Erde möglich. Dieses Netzwerk ermöglicht es, schnelle, wirksame und nachhaltige Hilfe zu leisten, auch nach Abschluss der Projekte von ADRA Schweiz.
In der Entwicklungszusammenarbeit konzentriert ADRA Schweiz sein Engagement auf:
ADRA engagiert sich in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Armutsbekämpfung, als auch in der humanitären Hilfe und Katastrophenhilfe, vor allem in den folgenden fünf Arbeitsbereichen:
ADRA fördert Projekte, die den weltweiten Hunger bekämpfen helfen: Erhöhung der Ernteerträge mittels ökologischer Methoden; Anlegen von Familiengärten, Bewässerungsanlagen und Wasserrückhaltbecken; Aufforstung und andere Projekte.
ADRA legt das Hauptgewicht auf Massnahmen, die die wirtschaftliche und mentale Unabhängigkeit armer Familien erhöhen durch: Berufsausbildung, Mikrokredit- und andere einkommenswirksame Projekte.
Der Gesundheitszustand und das Wohlbefinden ganzer Bevölkerungsgruppen soll verbessert werden durch die Entwicklung und Anwendung von: Nachhaltig wirkenden Vorbeuge- und Heilmethoden im Gesundheitswesen; Natur-heilkunde und Schulmedizin; Information über Familienplanung, Wichtigkeit von sauberem Trinkwasser und AIDS-Aufklärung.
ADRA leistet Soforthilfe für Opfer von Naturkatastrophen und für von Menschen verursachten Katastrophen, einschliesslich Langzeit-betreuung von Flüchtlingen und im eigenen Land vertriebenen Personen. Diese Nothilfe schliesst Gesundheitsversorgung, Verpflegung, Trinkwasser, Kleidung, Unterkunft und Wiederaufbau der Behausungen ein.
Bildung ist der Schlüssel, um aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen. Im Bereich Bildung unterstützt ADRA vor allem Programm- und Infrastrukturhilfe für Primar- und Sekundarschulen, weil die Grundbedürfnisse von Alphabetisierung und Ausbildung als "Rechte der Kinder" verstanden werden. Diese Programme fördern bewusst die Ausbildung von Mädchen und Frauen.
Die Finanzierung der Projekte von ADRA Schweiz erfolgt durch:
Der Jahresbericht von ADRA Schweiz berichtet ausführlich über die Aktivitäten. Die HDM, Beratungs- und Verwaltungs AG, Bern, prüft jährlich die ordnungsgemässe Verwendung der Gelder und erstellt einen Revisionsbericht, der auch über die Einhaltung der ZEWO-Bestimmungen berichtet.
Alle Spenden an ADRA Schweiz (PC 80-26526-3) sind im Rahmen der kantonalen Bestimmungen steuerabzugsfähig.
Um die administrativen Kosten zu reduzieren, werden alle im laufenden Jahr getätigten Spenden in den Januarwochen des Folgejahres verdankt.
ADRA Schweiz engagiert sich nicht nur in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, sondern betätigt sich mittels der ca. 40 ADRA Ortsgruppen karitativ auch in der lokalen und regionalen Umgebung der Ortsgruppen in der Schweiz.
Die ADRA Ortsgruppen sind relativ autonom und entscheiden selbst, wie und wem in welcher Weise geholfen wird. Es können Hilfestellungen folgender Art durch die Leitung der Ortsgruppen vermittelt werden:
Personell: Besuchen, einkaufen, putzen, vorlesen etc.
Materiell: Neue oder gut erhaltene Kleider, Schuhe etc. und Lebensmittel.
Finanziell: Nach Einschätzung und Absprache.
Freiwillige, die sich ehrenamtlich in den Ortsgruppen oder für die jährliche Freiwilligenwoche engagieren wollen, sind willkommen.